VIEW! - Verantwortung in Wirtschaft
Das Unterrichtskonzept VIEW! – Verantwortung in Wirtschaft – ein Kooperationsprojekt der Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik und der Dr. Jürgen Meyer Stiftung, Köln – soll die Fähigkeit junger Menschen zur eigenständigen Urteilsbildung stärken. Im grundlegenden Modul A lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, eigene Werthaltungen hinter bestimmten Entscheidungen zu erkennen. Zugleich üben sie, sowohl auf der moralischen (Werturteil) als auch auf der faktischen Ebene (Sachurteil) konsistent zu argumentieren.
Modul A
Im Unterrichtskonzept VIEW! stellt Modul A gewissermaßen das Fundament für Modul B dar. Anhand unterschiedlicher Dilemma-Situationen üben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Argumentieren in Diskussionen, die einen eigenen, begründeten Standpunkt erfordern. Die Dilemma-Diskussion ist eine erprobte Methode zur Stärkung der moralischen Urteilsbildung. Das Unterrichtskonzept VIEW! umfasst die folgenden Dilemma-Situationen: Trolley-Case, Folter-Dilemma und Rollen-Dilemma. Sie können entweder aufeinander aufbauend oder auch einzeln verwendet werden.
Didaktische Handreichungen und Empfehlungen zur Durchführung, sowie weitere ergänzende Übungen sind im Leitfaden zu Modul A enthalten
In Modul B wird der Blick erweitert und auf Fragen von Verantwortung in globalen Kontexten gelenkt. Auch hier werden Diskurs- und Handlungskompetenzen vermittelt und trainiert. Der Fokus liegt jedoch mehr auf der Ebene des Sachurteils, wenn auch nie losgelöst von der Frage des moralischen Urteils. Vielmehr steht die Verknüpfung der beiden Sphären im Zentrum.
Das gesamte Unterrichtskonzept, inklusive Kopiervorlagen, Hintergrundmaterialien, didaktischer Handreichungen und Empfehlungen zur Durchführung, steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
Modul B
In Modul B des Unterrichtskonzepts VIEW! werden globale Wertschöpfungsketten verschiedener Branchen unter die Lupe genommen. Ausgangspunkt ist jeweils ein realer Vorfall oder Konflikt, wie beispielsweise beim Thema Textil der Einsturz eines Fabrikgebäudes oder beim Thema Handy die schwierigen Arbeitsbedingungen in der Rohstoffgewinnung. Trotz der komplexen und teilweise kaum in Gänze überschaubaren Umstände solcher Probleme, wird die Frage nach der "Schuld" nicht einfach und eindimensional beantwortet, wie dies teilweise in Presse und Medien geschieht. Stattdessen wird mithilfe eines Rollenspiels durch die Perspektive verschiedener Akteure nach der Verantwortung aller Beteiligten gefragt. Die individualethische Perspektive wird hier um die Sphären von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik erweitert und vertieft. Anschließend entwickeln die Schülerinnen und Schüler Lösungsvorschläge und stellen einen Transfer zu bereits bestehenden Hebeln der Veränderung her.
Zu insgesamt zehn Branchen stehen auf den jeweiligen Themenseiten Textil, Soja, Handy, Fisch, Kakao, Tourismus, Baumwolle, Palmöl, Holz und Gold PDF-Dokumente zum Download bereit, die jeweils das Unterrichtsmaterial und einen didaktischen Leitfaden beinhalten. Die Inhalte werden nicht laufend aktualisiert, daher ist es möglich, dass einzelne Angaben nicht auf dem neuesten Stand sind (zum Beispiel weil in der Zwischenzeit Neuwahlen stattgefunden haben oder neuere ökonomische Daten verfügbar sind); die Funktionsfähigkeit der Unterrichtseinheit ist davon aber nicht beeinträchtigt.
Übersicht
VIEW! – Unterrichtsmaterialien

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