Unsere Fördergrundsätze
Die Frage, wie wir wirtschaften und arbeiten wollen, ist eine gesellschaftliche Frage, an deren Aushandlung die Bürger kompetent beteiligt sein sollten. Hierzu möchte die Stiftung selbst und durch Förderung einen Beitrag leisten.
Dazu projektiert, fördert oder finanziert die Stiftung Projekte, Initiativen und Forschung,
- die einen Diskursbeitrag über wirtschafts- und sozialethische Fragen in unserer Gesellschaft leisten,
- das Verhältnis von Wirtschaft und Verantwortung thematisieren und geeignet sind,
- die ethische Urteilsfähigkeit zu stärken sowie helfen, kluge Entscheidungen für die Gesellschaft zu treffen.
Insbesondere in wirtschaftsethischen Fragen sollte jede Bewertung auf einer detaillierten Analyse des zugrunde liegenden Problems oder Risikos erfolgen. Bei ihrer Förderung legt die Stiftung großen Wert auf diese Analyse sowie die Verbindung ethischer und ökonomischer Fragen.
Wir begreifen uns als Stiftung, die durch eigene Projekte und in Zusammenarbeit mit ihren Partnern an der Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Lösungsansätze für konkrete Fragestellungen innerhalb ihrer Förderschwerpunkte arbeitet. Neben ihrer operativen Tätigkeit stellt die Stiftung deshalb Mittel für Projekte von Privatpersonen oder Institutionen zur Verfügung, die zur Verwirklichung ihres Stiftungszweckes beitragen.
Zur Erhöhung der Wirksamkeit erfolgt die Förderung externer Vorhaben in inhaltlicher Anbindung an unsere operative Arbeit und folgt deren Schwerpunkten. Dementsprechend erfolgt eine thematische Ausschreibung zu Beginn jeder Förderperiode.
Thematische Ausschreibung
Wir vergeben keine Mittel auf Grundlage von unaufgefordert eingereichten Fördergesuchen, sondern bündeln unsere Förderung in thematischen Programmen mit zwei- bis dreijährigen Laufzeiten. Diese Programme flankieren unsere operative Arbeit und werden eng mit unseren Partnern abgestimmt. Bitte suchen Sie deswegen unbedingt das persönliche Gespräch mit uns, bevor Sie einen Förderantrag einreichen.
In der Förderperiode 2025-2028 unterstützen wir Projekte, die sich mit ESG-Aspekten und ethischer Risikokontrolle bei der institutionellen Kapitalanlage befassen - vor allem, aber nicht ausschließlich, in den Bereichen Nahrung/Ernährung, Gesundheit, Informationstechnologie sowie Infrastrukturinvestments. Neben einer ethisch-sozial-ökologischen Risikoperspektive auf diese Branchen sind zudem Steuerungs- und Einflussmöglichkeiten in Hinblick auf Engagementprozesse oder andere Formen der Shareholder-Einflussnahme sowie Stakeholder-Beteiligung von Interesse.
In dem Bildungsbereich fördern wie in den Jahren 2025-2027 die Entwicklung von Unterrichtskonzepten/Lehrer:innenfortbildung oder Materialentwicklung für allgemeine und berufliche Schulen sowie für die außerschulische Bildungsarbeit in den Themenfeldern
- Verschwörungserzählungen
- Desinformationen in der politischen Kommunikation
- Welthandel und LkSG/CSDDD
Die Projektauswahl für beide Bereiche ist abgeschlossen.