Wertschöpfungskette Kakao
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- Ökologische
Indikatoren - Emissionen, Abwässer und Abfälle
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Ressourcenverbrauch
Einige ertragreichere Kakaosorten benötigen mehr Wasser und Nährstoffe und schaden dadurch der Bodenqualität. Der Boden ist die wichtigste Grundlage für Kakaobäuerinnen und -bauern. Wird er unbrauchbar, gerät ihre Existenz in Gefahr.
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Biodiversität
Trotz möglicher Höchsterträge von etwa einer Tonne pro Hektar und Jahr liegt die durchschnittliche Produktion bei nur 400 Kilogramm. Ein Hauptgrund dafür ist die fehlende Biodiversität. Sie erhält die Fruchtbarkeit des Bodens und schützt ihn vor Erosion. Zudem steigert eine vielfältigere Plantage nicht nur die Erträge, sondern macht sie auch widerstandsfähiger gegen den Klimawandel. Gleichzeitig verringert sie die Abhängigkeit von einer einzigen „cash crop“ – einer der Hauptursachen für die verbreitete Armut unter Kakaobäuerinnen und -bauern.
- Transportemissionen
- Tierschutz
- Menschenrechte
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Diskriminierung
Frauen machen 68 Prozent der Arbeitskräfte im Kakaosektor aus, doch im Anbau stehen sie hinter den Männern zurück. Die patriarchalen Strukturen des Sektors drängen sie an den Rand: In Kooperativen sind sie kaum vertreten, Landbesitz und eigene Farmen bleiben für viele unerreichbar. Dadurch fehlt ihnen oft der Zugang zu Trainings- und Zertifizierungsprogrammen.
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Interessen der lokalen Bevölkerung
Zur ökonomischen Selbstbestimmung zählt, dass der Staat Infrastruktur bereitstellt und damit die Interessen der lokalen Bevölkerung wahrt. Eine schlechte Verkehrsanbindung an die Märkte schwächt zum Beispiel die Verhandlungsposition der Kakaobauern. Fehlende existenzsichernde Einkommen und Löhne verschärfen zudem die vielfältigen Probleme auf den Kakaofarmen.
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Kinderarbeit
Kinderarbeit gilt als das bekannteste Risiko in der Kakao-Wertschöpfungskette. Man unterscheidet zwischen den schlimmsten Formen, allgemeiner Kinderarbeit und der Mithilfe von Kindern im Familienbetrieb. Bei der Kakaobohnenernte drohen Kindern schwere Verletzungen. Besonders gravierend ist die Verschleppung (Trafficking) von Kindern aus Nachbarländern, um sie auf Kakaofarmen arbeiten zu lassen. Armut der Eltern und trügerische Versprechen führen oft zu solchen Verschleppungen.
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Zwangs- und Pflichtarbeit
Zwangsarbeit im Kakaosektor tritt vor allem auf den Kakaoplantagen der Côte d’Ivoire auf. Kinder werden aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso dorthin verschleppt (siehe Risikofeld Kinderarbeit/Trafficking). Auch Kinder und Jugendliche aus der Côte d’Ivoire selbst sind betroffen. Bis 2011 blieb es der Regierung weitgehend unmöglich, Zwangsarbeit wirksam zu kriminalisieren und entsprechende Gesetze durchzusetzen. Seit 2012 gab es erste Verurteilungen. Doch die Bekämpfung der Zwangsarbeit scheitert bis heute vor allem an der unzureichenden Ausbildung und Ausstattung der Beamten.
- Gewerkschaftsfreiheit
- Arbeitspraxis/
-qualität -
Beschäftigungs-
verhältnis -
Arbeitssicherheit und Gesundheit
Im Kakaoanbau lauern erhebliche Gefahren für Sicherheit und Gesundheit. Arbeiter schlagen die Früchte oft mit Macheten von den Bäumen – ein hohes Verletzungsrisiko. Anschließend tragen sie die in Säcke verpackten Kakaofrüchte teils kilometerweit. Der Transport schwerer Lasten über lange Strecken und fehlende Schutzkleidung belasten die Gesundheit zusätzlich.
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Diskriminierung/ Diversity
Frauen machen 68 Prozent der Arbeitskräfte im Kakaosektor aus, doch im Anbau stehen sie hinter den Männern zurück. Die patriarchalen Strukturen des Sektors drängen sie an den Rand: In Kooperativen sind sie kaum vertreten, Landbesitz und eigene Farmen bleiben für viele unerreichbar. Dadurch fehlt ihnen oft der Zugang zu Trainings- und Zertifizierungsprogrammen.
- Governance
- Korruption, Bestechung, Vorteilsannahme
- Wettbewerbswidriges Verhalten
- Compliance
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Steuerhinterziehung
Steuerhinterziehung prägt die Kakaobranche vor allem durch Schmuggel. Unterschiedliche Exportsteuersätze in den westafrikanischen Anbauländern schaffen oft Anreize, Kakaobohnen illegal über Grenzen zu bringen. Sinkt die Nachfrage im eigenen Land, bleibt Bauern, die ihre Familien nur durch den Verkauf der gesamten Ernte ernähren können, oft keine Wahl: Sie müssen illegale Wege nutzen, um ihre Bohnen zu verkaufen.
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Bad Governance
Schlechte Regierungsführung belastet die Kakaobranche erheblich. Ein Staat muss seinen Bürgern ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Dazu gehört das Recht auf Arbeit. Dieses Recht umzusetzen, bedeutet, berufliche Ausbildung zugänglich zu machen, ausreichende Infrastruktur bereitzustellen, gleiche Chancen beim Zugang zu Kapital zu schaffen und Rechtssicherheit zu garantieren – etwa durch klare Regelungen zum Landbesitz. Viele Anbauländer haben diese Aufgaben über Jahre vernachlässigt.
- Produkt-
verantwortung - Kundensicherheit
- Kennzeichnung von Produkten
- Marketing, Werbung
- Schutz der Kundendaten
- Ökologische
Kakao – eine ethische Risikoanalyse
Der Schokoladenmarkt wächst, die Industrie boomt.
Doch Kakaobäuerinnen und -bauern, vor allem in den nördlichen Tropen Westafrikas, kämpfen mit sinkenden Erträgen und der Abwanderung der jungen Generation. Wie beim Kaffee liegen die größten Risiken der Kakaobranche in den ersten Stufen der Wertschöpfungskette: beim Anbau und bei der Ernte. Besonders die niedrigen, vom Weltmarkt weitgehend abgekoppelten Preise werden Schokoladenhersteller, Kakaobauern und Regierungen in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen stellen.
Laut ethischer Risikoanalyse sind die Hauptproblemfelder im Bereich Kakao:
- Arbeitssicherheit und Gesundheit
- Bad Governance
- Biodiversität
- Diskriminierung/Diversity
- Interessen der lokalen Bevölkerung
- Kinderarbeit
- Ressourcenverbrauch
- Steuerhinterziehung
- Zwangs- und Pflichtarbeit