Wertschöpfungskette Textil
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- Ökologische
Indikatoren -
Emissionen, Abwässer und Abfälle
Der Baumwollanbau birgt ein besonders hohes Risiko, vor allem durch den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide und Düngemittel. Beim Spinnen der entkörnten Rohbaumwolle zu Garn und bei der anschließenden Behandlung des Garns – etwa durch Bleichen und Färben – kommen oft Chemikalien zum Einsatz. Auch beim Stricken oder Weben spielen chemische Ausrüstungsschritte teilweise eine Rolle.
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Ressourcenverbrauch
Der Ressourcenverbrauch, insbesondere beim Wasser, spielt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle. Besonders betroffen sind die ersten beiden Stufen: der Anbau und die Entkörnung.
- Biodiversität
- Transportemissionen
- Tierschutz
- Menschenrechte
- Diskriminierung
- Interessen der lokalen Bevölkerung
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Kinderarbeit
Die Textilbranche steht seit Jahren wegen Kinderarbeit in der Kritik. Schon früh verlagerte sie ihre Produktion in sogenannte Entwicklungsländer – begünstigt durch starke Arbeitsteilung und seit Jahrzehnten unveränderte Produktionsverfahren. Die Vielzahl an Lieferanten und Vorlieferanten macht die Herstellung zwar günstig und flexibel, doch die komplexen Zulieferketten verschlechtern die Arbeitsbedingungen. Besonders leiden darunter die Jüngsten und Schwächsten: die Kinder.
- Zwangs- und Pflichtarbeit
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Gewerkschaftsfreiheit
Das Recht, Gewerkschaften zu gründen, gilt international als weitgehend unstrittig und ist in den Gesetzen der wichtigsten Textilproduktionsländer verankert. Doch die Realität sieht oft anders aus. Für Unternehmen wächst das Risiko, in Verdacht zu geraten, mit Lieferanten zu kooperieren, die selbst diese gesetzlichen Vorgaben unterlaufen.
- Arbeitspraxis/
-qualität -
Beschäftigungs-
verhältnisIm Textilsektor definieren wir das Risikofeld Beschäftigungsverhältnis bewusst eng, da die Arbeitsbedingungen hier im Fokus stehen und eine genaue Differenzierung erfordern. Im Handel und Einzelhandel sprechen wir daher gezielt von Problemen wie dem Umgang mit Mitarbeitern, Überstunden, Schichtarbeit oder Zeitverträgen.
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Arbeitssicherheit und Gesundheit
Arbeitssicherheit und Gesundheit gehören zum Risikofeld der Arbeitspraxis und Qualität – und stellen zugleich das größte Problem dar. Diese Risiken treten in allen Stufen der Wertschöpfungskette auf, mit Ausnahme des Handels und Einzelhandels. Zwar variieren die Bedingungen je nach Land und Verarbeitungsstufe, doch wiederholen sich die Missstände: Arbeiter:innen hantieren ungeschützt mit Pestiziden im Anbau, es fehlt an Schutzmaßnahmen bei der Entkörnung, Färbe- und Bleichmittel werden ohne Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt. Hinzu kommen versperrte Notausgänge, mangelnder Brandschutz, das Verbot von Mahlzeiten, fehlende Pausen und endlose Überstunden.
- Diskriminierung/ Diversity
- Governance
- Korruption, Bestechung, Vorteilsannahme
- Wettbewerbswidriges Verhalten
- Compliance
- Steuerhinterziehung
- Bad Governance
- Produkt-
verantwortung -
Kundensicherheit
Kundensicherheit im Textilsektor betrifft vor allem den Anbau sowie das Bleichen und Färben. Eine Gefahr für Verbraucher entsteht, wenn chemische Stoffe aus diesen Prozessen als Rückstände in den Textilien verbleiben und über die Haut in den Stoffwechsel gelangen. Auch der Kauf von Bio-Baumwolle schützt davor nicht, da sie lediglich gentechnikfreien und pestizidfreien Anbau garantiert, jedoch keine schadstofffreie Weiterverarbeitung.
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Kennzeichnung von Produkten
Die EU regelt klar, wie die Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen zu kennzeichnen ist (Textilkennzeichnungsverordnung). Dieses Thema birgt im Textilsektor kaum Risiken. Da Textilien als Verbraucherprodukte dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) unterliegen, müssen Inverkehrbringer die Vorschriften verbindlich einhalten. Eine Pflicht zur Angabe der Herkunft oder zur Offenlegung der Produktionsstandorte gibt es jedoch nicht. Verbraucher sind daher weiterhin auf die freiwillige Transparenz der Unternehmen angewiesen.
- Marketing, Werbung
- Schutz der Kundendaten
- Ökologische
Textil – eine ethische Risikoanalyse
Bis T-Shirt und Jeans im Ladenregal landen, haben sie eine weite Reise hinter sich.
Vom Baumwollanbau über das Färben und Bleichen bis zum Schneidern und Nähen durchlaufen sie zahlreiche Arbeitsschritte – meist fernab der Länder, in denen sie verkauft werden. Welche ethisch-sozialen Risiken in diesem Teil der Wertschöpfungskette dabei auftreten, zeigen Ereignisse wie die Katastrophe von Rana Plaza immer wieder eindrücklich.
Laut ethischer Risikoanalyse sind die Hauptproblemfelder in der Textilbranche in unterschiedlicher Ausprägung innerhalb des Wertschöpfungsprozesses: